Filiz Bayerlein aus Waldkirchen

Filiz Bayerlein aus Waldkirchen

Wandern in der Saussbachklamm

Familienausflug Wandern – Tja, nicht jeder Nachwuchs schreit da direkt Juhu. Wenn auch Ihre Kinder bei dieser Art von Freizeitvergnügen ein Gesicht ziehen wie 3 Tage Regenwetter, dann ist die Saussbach-Klamm eine super Idee, die auch die allgemeine Stimmung wieder aufhellen könnte. Zumindest ist das bei uns so.

Dem, der die Klamm nicht kennt, sei gesagt, da setzen Kinder nicht einen Fuß gelangweilt vor den anderen, sondern hopsen streckenweise vergnügt von Stein zu Stein den Weg entlang. Bisweilen wird es auch eine rutschige Partie auf den mit Moos bewachsenen Steinen, was bei mir regelmäßig zu Schweißperlen auf der Stirn führt, wenn ich nicht an Wechselkleidung gedacht habe. Nun aber zur eigentlichen Strecke. Die Saussbachklamm schlängelt sich „wildromantisch“ vorbei an Steinen und Bäumen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten seinen Klamm-Spaziergang zu beginnen – wir starten am liebsten bei unserem Lieblings Bio-Laden „Bogners Bio“.

Dort können wir, wenn nicht gerade Sonntag ist, auch noch die ein oder andere leckere BIO Brotzeit mitnehmen. (Parken kann man dort im Übrigen auch ganz gut, ohne Probleme.) Nach nur wenigen Metern in den Wald hinein, steht die Klamm schon „Beifuß“ und zeigt einem wie selbstverständlich, ganz eigensinnig den Weg. Wenn man den Kindern so zusieht, wie sie von einem Stein zum anderen hüpfen und sich ganz ernst Gedanken über die beste Strategie machen, ohne nass zu werden, ja, man könnte durchaus selbst Lust bekommen… . Aber auch ganz banal mit beiden Beinen fest am Boden, ist es eine schöne Art den Kopf freizubekommen. Wild verwachsen ragen links und rechts Pflanzen und Bäume allerart der Klamm entgegen und tragen damit zu einer durchaus verwunschenen Stimmung bei. Hin und wieder stolpert man ganz unvermittelt über Wurzeln, was man aber durchaus begrüßt, damit man vor lauter Entspannung nicht wegdöst beim entspannten dahinschlendern.

Auf halber Strecke tut sich auf der linken Seite, am anderen Klammufer, ein „Hexenhäuschen“ auf. Das sieht nicht nur verdammt schnuckelig aus – wie einem Märchen entsprungen – sondern gibt einem mit selbst geräucherten Forellen, kühler Johannesbeer-Schorle und Radler auch Gelegenheit für eine erste kurze Pause.

Die vielen kleinen Ecken, Seitenwege, die in den Wald führen und all die verspielten Details, wie Wurzeln und kleine Höhlen, lassen auch nach der Pause absolut keine Langeweile aufkommen. Insbesondere größere Kinder entdecken dabei auch ziemlich gute „Best-Picture-Places“ und möchten gerne in tollen Posen abgelichtet werden. So hat auch unsere Tochter ein kleines Foto-Shooting zum Anlass genommen, die schwer erreichbaren Brocken im Wasser zu besteigen.

Anders als bei anderen Wanderungen, wird das Ende nicht von der Unlust unserer Kinder bestimmt, sondern vielmehr von der Zeit, die uns dort ständig „wegläuft“. Also ein Spaziergang sei allen Familien und auch Nicht-Familien ans Herz gelegt. Erstens, weil es da einfach verdammt einmalig schön ist und Zweitens, weil nicht nur wir das so sehen, sondern auch unsere Kids. Und so ganz nebenbei ist die Klamm auch Naturkulturerbe, in 10 Minuten vom Marktplatz aus erreichbar, kostenlos und bei 30 Grad ein sonnengeschützter kühler Spaß! Wenn das mal nicht Gründe genug sind… .

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